ME/CFS Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom

ME/CFS ist eine komplexe neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die den gesamten Organismus betreffen kann.

Ein zentrales Merkmal der Erkrankung ist die Post-Exertional Malaise (PEM) beziehungsweise Post-Exertional Neuroimmune Exhaustion (PENE). Darunter versteht man eine unverhältnismäßige Verschlechterung der Symptome nach körperlicher, kognitiver oder emotionaler Belastung.

Charakteristisch ist, dass diese Verschlechterung häufig zeitverzögert auftritt – oft erst nach Stunden oder am folgenden Tag – und über Tage oder sogar Wochen anhalten kann.
Gerade diese Belastungsintoleranz unterscheidet ME/CFS von vielen anderen Erkrankungen und macht einen angepassten Umgang mit Aktivität und Belastung so bedeutsam.

ME/CFS verläuft individuell. Während einige Betroffene ihren Alltag mit Einschränkungen noch teilweise bewältigen können, sind andere dauerhaft auf Pflege oder vollständige Bettruhe angewiesen. Entsprechend individuell müssen auch Strategien zum Umgang mit Belastung entwickelt werden.

  • ausgeprägte Belastungsintoleranz
  • anhaltende, bleierne Erschöpfung (Fatigue), die sich durch Ruhe nicht bessert
  • kognitive Einschränkungen – „Brain Fog“
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen
  • Überempfindlichkeit gegenüber Reizen

ME/CFS betrifft unter anderem das Zusammenspiel von Nervensystem, Immunsystem und Energieverarbeitung. Es steht nur wenig Energie zur Verfügung, die Regeneration verläuft stark eingeschränkt und Reize können dadurch nicht adäquat verarbeitet werden.

Es steht nur wenig Energie zur Verfügung, die Regeneration verläuft stark eingeschränkt und Reize können dadurch nicht adäquat verarbeitet werden.

ME/CFS erfordert einen behutsamen und individuellen Umgang mit Belastung.

In meiner Beratung geht es deshalb nicht darum, Belastung nach einem festen Schema zu steigern oder Symptome zu „überwinden“.

Stattdessen entwickeln wir Strategien, die sich an deiner aktuellen Belastbarkeit orientieren und dir helfen können, den Alltag besser zu bewältigen.

Je nach individueller Situation können dabei unter anderem folgende Themen eine Rolle spielen:

  • individuelles Pacing und Energiemanagement
  • Portionieren notwendiger Alltagstätigkeiten und Intervallstrategien
  • Strategien zum Umgang mit PEM
  • Atem- und Körperarbeit, wenn sie sinnvoll erscheint
  • verständliche Einordnung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse

Alle Schritte orientieren sich an deinem aktuellen Zustand und erfolgen ohne Überforderung.
Ziel der Begleitung ist eine Linderung von Symptomen und eine Stabilisierung im Alltag – nicht die Heilung der Erkrankung.
Eine Heilung kann ich nicht versprechen.

Einordnung

Meine Arbeit orientiert sich an schulmedizinischen Erkenntnissen und am aktuellen Stand der Forschung. Sie versteht sich als ergänzende Begleitung zur Symptomlinderung und Stabilisierung im Alltag.

Bei schwerstem Krankheitsverlauf kann der Kontakt und die Anleitung auch über pflegende Angehörige erfolgen.
So kann eine zusätzliche Belastung vermieden und dennoch eine unterstützende Begleitung ermöglicht werden.

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